Glasfaserkabel und LWL Patchkabel für Switch, SFP-Modul, Patchpanel und ONT: LC/LC, LC/SC, SC/SC sowie Multimode OM2 bis OM5 und OS2 Singlemode.
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LC Stecker
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| Fasertyp | Typische Datenrate | Typische Reichweite | Kerndurchmesser | Farbe | Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|
| OM2 | 1 Gbit/s | bis 550m bei 1GbE | 50/125µm | Orange | Bestehende ältere Netzwerke |
| OM3 | 10 Gbit/s | bis 300m bei 10GbE | 50/125µm | Aqua | Büro, Schule, Serverraum |
| OM4 | 40/100 Gbit/s | mehr Reserve als OM3, abhängig vom Transceiver | 50/125µm | Erika-violett |
| Rechenzentrum, Backbone |
| OM5 | 100/400 Gbit/s mit SWDM | für kurze High-Speed-Strecken | 50/125µm | Lime-Grün | Zukunftssichere Multimode-Installationen |
| OS2 | 10/40/100 Gbit/s | Kilometerbereich, abhängig vom Transceiver | 9/125µm | Gelb | Gebäude, Campus, WAN |
Reichweiten hängen immer vom Transceiver, Linkbudget und der gesamten Strecke ab. Für Kaufentscheidungen ist die vorhandene Infrastruktur wichtiger als die theoretische Maximaldistanz.
| Kaufentscheidung | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Neues 10GbE-Netz im Gebäude | OM3 oder OM4 | OM3 ist günstig und reicht oft aus; OM4 gibt mehr Reserve für spätere 40/100GbE-Upgrades. |
| Serverraum / Rechenzentrum | OM4 | Mehr Bandbreitenreserve, gute Verfügbarkeit und Standard für moderne High-Speed-Verkabelung. |
| Bestehende ältere Installation | gleiche Faserklasse ersetzen | OM2 mit OM2, OM3 mit OM3 usw. mischen vermeiden, damit Dämpfung und Strecke planbar bleiben. |
| Gebäude-zu-Gebäude / Campus | OS2 Singlemode | Multimode ist für kurze Gebäudestrecken gedacht; OS2 ist die saubere Wahl für lange Distanzen. |
| Switch mit SFP/SFP+ Modul | meist LC/LC | Die meisten aktuellen SFP-Transceiver haben LC-Duplex-Buchsen. |
| Übergang alte/neue Infrastruktur | LC/SC oder SC/SC | SC sitzt häufig in älteren Patchfeldern oder Telekom-Installationen, LC an modernen Switches. |
Erst Faserklasse wählen, dann Steckerkombination und Länge. Die Buchsen an Switch, Patchpanel, ONT oder Transceiver entscheiden den Stecker.
Glasfaserkabel (auch LWL Kabel, Lichtwellenleiter) übertragen Daten per Licht statt Strom. Drei Vorteile gegenüber Kupfer-Netzwerkkabeln:
Für die meisten Heimnetzwerke reichen Kupfer-Netzwerkkabel (Cat 6A oder Cat 7). Glasfaser lohnt sich bei Strecken über 100 Meter, zwischen Gebäuden, in Racks mit hoher Port-Dichte oder in Umgebungen mit starken elektromagnetischen Störungen.
Wenn es um normale RJ45-Geräte wie Router, TV, Konsole oder Arbeitsplatz geht, führt der schnellere Weg zu LAN Kabeln / Patchkabeln. Für feste Kupferstrecken in Wand oder Decke passt Cat 7 Verlegekabel. Der Netzwerkkabel-Überblick trennt diese Fälle kompakt voneinander.
Multimode (OM2 bis OM5): Größerer Kern (50µm), mehrere Lichtmodi gleichzeitig. Günstiger bei Transceivern und Geräten. Für Distanzen bis 550m (10 Gbit/s) innerhalb von Gebäuden.
Singlemode (OS2): Kleiner Kern (9µm), ein Lichtmodus. Größere Reichweite (10km+), teurer bei Transceivern. Für Verbindungen zwischen Gebäuden oder über Campus-Gelände.
Faustregel: innerhalb eines Gebäudes meist Multimode (OM3/OM4), zwischen Gebäuden oder bei unbekannten zukünftigen Distanzen Singlemode (OS2).
| Stecker | Form | Wo typisch |
|---|---|---|
| LC | Klein, Clip-Verschluss | Standard in neuen Installationen, Rechenzentren |
| SC | Größer, Push-Pull | Telekommunikation, ältere Netzwerke |
| ST | Rund, Bajonett-Drehverschluss | Ältere Installationen, Industrie |
LC ist der aktuelle Standard. Die meisten SFP/SFP+ Module haben LC-Buchsen. SC findet man noch in älteren Patchpanels und Telekom-Installationen.
Viele Wettbewerber trennen LWL Patchkabel nach Steckerkombinationen — aus gutem Grund: Der richtige Stecker entscheidet, ob das Kabel überhaupt passt. Für moderne Switches und SFP/SFP+ Module ist LC/LC Duplex meistens richtig. LC/SC ist typisch, wenn ein moderner Switch an ein älteres SC-Patchfeld oder eine Telekom-/FTTH-Komponente angeschlossen wird. SC/SC findet man häufiger in älteren Installationen, Medienkonvertern oder Bestands-Patchfeldern.
Wichtig: Steckerform und Fasertyp sind zwei verschiedene Entscheidungen. Ein LC/LC-Kabel kann OM3, OM4 oder OS2 sein. Multimode und Singlemode sollten nicht gemischt werden. Wenn das vorhandene Patchfeld aqua ist, liegt meist OM3 an; violett steht für OM4, gelb für OS2 Singlemode.
Bei normalen Ethernet-Verbindungen über SFP-Module wird meistens UPC/PC verwendet. APC erkennt man oft an grünen Steckern und einem 8° Schrägschliff; APC ist im FTTH-/Telekom-Umfeld verbreitet. UPC und APC mechanisch oder optisch falsch zu kombinieren führt zu hoher Dämpfung oder schlechten Rückflussdämpfungswerten. Für Switch-zu-Switch im Netzwerk: vorhandene Transceiver-/Patchpanel-Vorgabe prüfen und denselben Schliff wählen.
Im Serverschrank reichen oft 0,5m bis 3m. Zwischen Patchpanel und Switch sind 1m bis 5m üblich. Für Raum- oder Etagenverbindungen werden 10m, 20m oder 30m interessant. Zu kurze LWL-Kabel erzwingen enge Biegeradien, zu lange Kabel sorgen für unnötige Schlaufen und Fehlerquellen im Rack.
Für generische Suchintents haben wir zusätzlich die Beratungsseiten LWL Patchkabel und Glasfaser Patchkabel. Die komplette Sortiment-Auswahl bleibt hier auf der Hauptkategorie.
Im Serverschrank werden LWL-Strecken oft mit Patchpanel, Keystone oder kurzen RJ45-Patchkabeln kombiniert. Wichtig ist, Kupfer- und Glasfaserstrecken bewusst zu planen statt Cat 8 als Ersatz für jede lange Strecke zu kaufen.
Viele Glasfaser-Internetanschlüsse (Telekom FTTH, Deutsche Glasfaser etc.) enden im Haus an einem ONT (Optical Network Terminal). Vom ONT zum Router läuft dann ein normales Kupfer-Netzwerkkabel. Ein Glasfaser-Patchkabel braucht man nur, wenn der ONT in einem anderen Raum steht als der Router, und man die Strecke per Glasfaser statt Kupfer überbrücken will.
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