Kabelquerschnitt- und Spannungsabfall-Rechner
Geben Sie Spannung, Strom oder Leistung und die einfache Leitungslänge ein. Der Rechner zeigt sofort, welcher Normquerschnitt den gewünschten Spannungsabfall einhält, und wie viel Spannung und Leistung in jedem Querschnitt verloren gehen. Die Formel steht offen daneben; jede Berechnung lässt sich als Link weitergeben.
Eingaben: Gleichstrom, 400 V, 13 A, 25 m einfache Länge, höchstens 1 % Spannungsabfall, Kupfer bei 20 °C.
Empfohlener Querschnitt
4 mm²
Bei 13 A über 25 m (Leiterschleife 50 m) fallen auf 4 mm² 2,90 V ab, das sind 0,73 % von 400 V, und 37,7 W gehen als Wärme verloren. Rechnerisch nötig für 1 % sind 2,9 mm².
| Querschnitt | Widerstand Schleife | SpannungsabfallAbfall | Anteil | Verlust | Richtwert Strom | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1,5 mm² | 0,595 Ω | 7,74 V | 1,9 % | 101 W | 15,5 A | Spannungsabfall zu hochzu hoch |
| 2,5 mm² | 0,357 Ω | 4,64 V | 1,2 % | 60,4 W | 19,5 A | Spannungsabfall zu hochzu hoch |
| 4 mm² | 0,223 Ω | 2,90 V | 0,73 % | 37,7 W | 26 A | EmpfehlungEmpfehlung |
| 6 mm² | 0,149 Ω | 1,93 V | 0,48 % | 25,1 W | 34 A | geeignetgeeignet |
| 10 mm² | 0,089 Ω | 1,16 V | 0,29 % | 15,1 W | 46 A | geeignetgeeignet |
| 16 mm² | 0,056 Ω | 0,73 V | 0,18 % | 9,4 W | 61 A | geeignetgeeignet |
| 25 mm² | 0,036 Ω | 0,46 V | 0,12 % | 6,0 W | 80 A | geeignetgeeignet |
| 35 mm² | 0,026 Ω | 0,33 V | 0,08 % | 4,3 W | 99 A | geeignetgeeignet |
Kupfer bei 20 °C, ohmsche Last. Warme Leiter (Dach, Sonne, Vollast) haben bis zu 20 % mehr Widerstand. Der Richtwert für den Strom entspricht DIN VDE 0298-4, Verlegeart A1 mit zwei belasteten Adern bei 30 °C, und ist bewusst konservativ; die zulässige Strombelastbarkeit Ihrer Installation bestimmt eine Elektrofachkraft nach den Verlegebedingungen.
Welche Formel steckt dahinter?
ΔU = 2 · L · I ÷ (κ · A)
- ΔU
- Spannungsabfall in V (Anteil: ΔU ÷ U · 100 %)
- L
- einfache Leitungslänge in m; der Faktor 2 steht für Hin- und Rückleiter
- I
- Strom in A; aus der Leistung: I = P ÷ U
- κ
- Leitfähigkeit, Kupfer 56 m/(Ω·mm²) bei 20 °C
- A
- Leiterquerschnitt in mm²
Nach dem Querschnitt umgestellt: A = 2 · L · I ÷ (κ · ΔU). Der Rechner setzt für ΔU den zulässigen Anteil der Nennspannung ein, rundet auf den nächsten Normquerschnitt auf und berechnet für jeden Normquerschnitt den tatsächlichen Abfall und die Verlustleistung P = ΔU · I. Die Formel gilt für Gleichstrom und für einphasigen Wechselstrom mit ohmscher Last; sie ist dieselbe, mit der die Tabelle im Ratgeber Solarkabel berechnet wurde.
Welcher Querschnitt für Solarkabel?
Für den Modulstrang zum Wechselrichter reicht in den meisten Anlagen 4 mm². Ein Strang liefert typisch 10 bis 15 A; bei 13 A und 400 V Strangspannung bleibt der Verlust auf 4 mm² bis 34 m einfacher Länge unter 1 %. 6 mm² nehmen Sie bei langen Wegen vom Dach zum Wechselrichter, bei niedriger Strangspannung (wenige Module in Reihe) oder wenn zwei Stränge parallel auf einer Leitung laufen.
Bei Balkonkraftwerken und Powerstations ist die Spannung mit 30 bis 60 V viel niedriger, dieselben 10 A verursachen dort also prozentual einen rund zehnmal größeren Verlust. Rechnen Sie solche Anlagen mit ihrer tatsächlichen Spannung durch; oft lohnt es sich, den Wechselrichter oder Laderegler nahe an die Module zu setzen und lieber die 230-V-Seite zu verlängern.
Wie viel Spannungsabfall ist erlaubt?
Auf der Gleichstromseite einer PV-Anlage gilt 1 % als Planungsempfehlung: Jeder verlorene Prozentpunkt kostet über 25 Jahre Ertrag, und die Leitung ist meist der günstigste Ort, um ihn zu sparen. Bei 12-, 24- und 48-V-Batteriesystemen sind 3 % ein verbreiteter Richtwert; mehr führt bei hohen Strömen schnell zu Unterspannung am Verbraucher und zu warmen Leitungen.
Für 230 V im Gebäude empfiehlt DIN 18015-1 höchstens 3 % Spannungsfall zwischen Zähler und Verbrauchsmittel, DIN VDE 0100-520 nennt als Obergrenze 4 % für die gesamte Anlage. 5 % wird für unkritische Verbraucher wie Heizgeräte oder lange Verlängerungen gelegentlich toleriert. Die Voreinstellungen 1 %, 3 % und 5 % im Rechner decken diese drei Fälle ab.
Warum doppelte Länge?
Der Strom fließt über den Hinleiter zum Verbraucher und über den Rückleiter zurück, beide Adern haben Widerstand. Deshalb rechnet die Formel mit 2 × L: Sie geben die einfache Strecke zwischen Quelle und Verbraucher ein, der Rechner setzt die Leiterschleife mit doppelter Länge an. Bei einem Solarkabel von 25 m vom Dach zum Wechselrichter wirken also 50 m Kupfer.
Für Drehstrom (400 V, drei Phasen) gilt die Formel nicht: Dort ersetzt √3 die 2, und der Leistungsfaktor spielt eine Rolle. Dieser Rechner deckt Gleichstrom und einphasigen Wechselstrom mit ohmscher Last (cos φ = 1) ab.
Welche Rolle spielt die Temperatur?
Die Leitfähigkeit κ = 56 m/(Ω·mm²) gilt für Kupfer bei 20 °C. Der Widerstand von Kupfer steigt um rund 0,4 % pro Kelvin: Eine Ader, die in der Sonne oder unter Last 50 °C warm wird, hat bereits etwa 12 % mehr Widerstand, bei 70 °C sind es rund 20 %. Rechnen Sie bei Dachleitungen und voll ausgelasteten Kabeln deshalb mit Reserve und gehen Sie im Zweifel einen Querschnitt höher.
Was sagt der Rechner nicht?
Der Spannungsabfall ist nur eine der beiden Grenzen. Die zweite ist die Strombelastbarkeit: Wie viel Strom eine Leitung dauerhaft führen darf, hängt von Verlegeart, Häufung, Umgebungstemperatur und Isolierwerkstoff ab und steht in DIN VDE 0298-4 und DIN VDE 0100-520. Der Rechner warnt mit einem bewusst konservativen Richtwert (Verlegeart A1, zwei belastete Adern, 30 °C); frei in Luft verlegte Solarkabel nach EN 50618 dürfen mehr, gebündelte oder heiße Leitungen weniger.
Die Absicherung der Leitung, der Kurzschlussschutz und die Auswahl von Kabeltyp und Verlegung bleiben Aufgabe einer Elektrofachkraft. Arbeiten an 230-V-Anlagen und der Netzanschluss einer PV-Anlage sind in Deutschland Fachbetrieben vorbehalten; der Rechner ersetzt keine Planung und keine Abnahme.
Passende Kabel und Zubehör
- SolarkabelH1Z2Z2-K in 4 und 6 mm², Meterware und MC4-Verlängerungen
- MC4 Stecker und AdapterMC4 Verbinder, Y-Verteiler und Kupplungen
- Solar-WerkzeugMC4 Crimpzangen und Abisolierer
- LautsprecherkabelKupferlitze von 0,75 bis 2,5 mm², Querschnitt nach Länge wählen
- Ratgeber SolarkabelKabeltyp, Querschnitt-Tabelle und MC4-Montage
Häufige Fragen zum Kabelquerschnitt
Welcher Querschnitt für 12 V bei 10 A und 5 m Länge?
Auf 2,5 mm² fallen 2 × 5 m × 10 A ÷ (56 × 2,5 mm²) = 0,71 V ab, das sind rund 6 % von 12 V und 7 W Verlust. Für höchstens 3 % brauchen Sie 6 mm² (0,30 V), oder Sie verkürzen die Leitung: Bei 12 V zählt jeder Meter.
Reichen 4 mm² für ein Balkonkraftwerk?
Für die wenigen Meter zwischen Modul und Mikrowechselrichter ja: Bei 10 A und 3 m einfacher Länge fallen auf 4 mm² nur 0,27 V ab. Liegt der Wechselrichter weiter entfernt, rechnen Sie mit der tatsächlichen Modulspannung von 30 bis 45 V, dort sind 1 % schnell erreicht und 6 mm² die bessere Wahl.
Gilt die Formel auch für 230 V Wechselstrom?
Für einphasigen Wechselstrom mit ohmscher Last, also cos φ = 1, ja: ΔU = 2 × L × I ÷ (κ × A). Bei Motoren und anderen induktiven Lasten kommt der Leistungsfaktor dazu, bei Drehstrom ersetzt √3 den Faktor 2; beides rechnet dieses Werkzeug nicht.
Was passiert, wenn der Querschnitt zu klein ist?
Die Leitung wird zum Vorwiderstand: Am Verbraucher kommt weniger Spannung an, der Rest wird im Kabel zu Wärme. Bei PV-Anlagen sinkt der Ertrag, bei Batteriesystemen schalten Geräte wegen Unterspannung ab, und oberhalb der Strombelastbarkeit überhitzt die Isolierung. Die Strombelastbarkeit ist deshalb eine harte Grenze, der Spannungsabfall eine Planungsgrenze.
Kupfer oder Aluminium?
Der Rechner rechnet mit Kupfer (κ = 56). Aluminium leitet mit κ ≈ 35 nur etwa 60 % so gut, braucht also rund 1,6-fachen Querschnitt für denselben Spannungsabfall. Solarkabel nach EN 50618 und alle flexiblen Leitungen in unserem Sortiment sind aus verzinntem oder blankem Kupfer.
Kann ich eine Berechnung verlinken oder ausdrucken?
Ja. Alle Eingaben stehen in der Adresse der Seite; mit „Link kopieren“ übernehmen Sie sie in die Zwischenablage und können die Berechnung in einem Forum oder einer E-Mail weitergeben. „Drucken“ öffnet eine reduzierte Ansicht mit Eingaben, Ergebnis und Tabelle.
