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Geprüft 22. Oktober 20266 Min. LesezeitVon Josua Sievers

DisplayPort oder HDMI? DisplayPort vs. HDMI im Vergleich

Am PC-Monitor ist DisplayPort meist die bessere Wahl, an Fernseher und Konsole HDMI. Versionen, 144 Hz, Ton, Adapter und Kabel im Vergleich mit Tabelle.

DisplayPortHDMIMonitorKaufberatung
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Am PC-Monitor ist DisplayPort meist die bessere Wahl: Grafikkarten haben ihn fast immer, und viele Gaming-Monitore erreichen ihre höchste Bildrate nur darüber. An Fernseher, Spielkonsole, Soundbar und Beamer ist HDMI der Standard, denn dort gibt es DisplayPort praktisch nicht. Bei gleicher Auflösung und Bildrate ist das Bild identisch; beide übertragen das Signal digital.

Wichtiger als der Name ist die Version an beiden Geräten. HDMI 2.1 überträgt mehr als DisplayPort 1.4, DisplayPort 2.1 mehr als HDMI 2.1. Es zählt immer das schwächere Ende der Verbindung.

Was ist der Unterschied zwischen DisplayPort und HDMI?

Beide Anschlüsse übertragen digitales Bild und Ton über ein Kabel. Sie kommen aus verschiedenen Welten:

  • HDMI stammt aus der Unterhaltungselektronik. Es hat Funktionen fürs Wohnzimmer: den Tonrückkanal ARC und eARC zur Soundbar und die Gerätesteuerung CEC, mit der eine Fernbedienung mehrere Geräte bedient.
  • DisplayPort wurde vom Branchenverband VESA für Computer entwickelt. Er kann mehrere Monitore über einen Ausgang ansteuern (MST), sitzt verriegelt in der Buchse und steckt auch in USB-C: Die meisten USB-C-Buchsen mit Bildausgabe geben ein DisplayPort-Signal aus.

Welche Version von HDMI und DisplayPort schafft was?

VersionBandbreiteBeispieleHDRDSCKabel
HDMI 1.410,2 Gbit/sFull HD bis 120 Hz, 4K bis 30 HzneinneinHigh Speed
HDMI 2.018 Gbit/s4K bei 60 Hz, WQHD bis 144 Hzja, ab 2.0aneinPremium High Speed
HDMI 2.148 Gbit/s4K bei 120 Hz mit HDR; mit DSC 8K bei 60 Hz und 4K bei 240 Hzja, auch dynamischjaUltra High Speed
DisplayPort 1.221,6 Gbit/s4K bei 60 Hz, WQHD bis 165 HzneinneinDisplayPort-Standardkabel
DisplayPort 1.432,4 Gbit/s4K bei 120 Hz, WQHD bis 240 Hz; mit DSC 4K bei 240 Hz und 8K bei 60 HzjajaDP8K
DisplayPort 2.0 und 2.140, 54 oder 80 Gbit/s (UHBR10, UHBR13.5, UHBR20)mit UHBR20: 4K bei 240 Hz und 8K bei 60 Hz mit HDR ohne KompressionjajaDP40, DP54, DP80

Bandbreite brutto. Nutzbar sind nach der Kodierung 80 % bei HDMI 1.4 und 2.0 sowie DisplayPort 1.2 und 1.4, rund 89 % bei HDMI 2.1 und knapp 97 % bei DisplayPort 2.x. Die Beispiele gelten für 8 Bit Farbtiefe ohne Kompression, wenn nicht anders angegeben. Mit HDR (10 Bit) liegen die Grenzen ohne DSC niedriger, bei DisplayPort 1.4 etwa bei 4K mit 98 Hz.

DSC (Display Stream Compression) ist eine visuell verlustfreie Kompression, die Grafikkarte und Monitor beide unterstützen müssen.

Prüfen Sie die Bildrate im Datenblatt statt nur der Versionsnummer: Ein Gerät mit „HDMI 2.1“ muss nicht alle 48 Gbit/s beherrschen, maßgeblich ist die Angabe 4K bei 120 Hz. Bei DisplayPort 2.1 nennen Hersteller die UHBR-Stufe. Die 2025 veröffentlichte Version HDMI 2.2 verdoppelt die Bandbreite auf 96 Gbit/s und braucht eigene Ultra96-Kabel. Mehr zu den HDMI-Versionen lesen Sie im Ratgeber HDMI-Standards.

DisplayPort oder HDMI für Gaming mit 144 Hz und mehr?

Am PC-Monitor nehmen Sie DisplayPort. Viele Monitore haben HDMI 2.0, das bei WQHD mit 144 Hz endet, und erreichen 165 oder 240 Hz nur über DisplayPort. Hat der Monitor HDMI 2.1, sind beide Anschlüsse gleichwertig. Ein Blick in das Datenblatt zeigt, welche Bildrate an welchem Eingang anliegt.

Variable Bildwiederholraten (VRR) gleichen die Bildrate des Monitors an die der Grafikkarte an und verhindern Bildreißen:

  • FreeSync von AMD läuft über DisplayPort und über HDMI.
  • G-Sync und G-Sync Compatible von NVIDIA laufen an Monitoren in der Regel über DisplayPort, über HDMI nur an Geräten mit HDMI VRR.
  • HDMI VRR gehört zu HDMI 2.1 und wird von PS5, Xbox Series X und Series S sowie von Gaming-Fernsehern genutzt.

Einen spürbaren Unterschied bei der Verzögerung gibt es nicht; die Latenz hängt vom Monitor und von der Bildrate ab.

HDMI oder DisplayPort für Fernseher und Konsolen?

HDMI. Fernseher, Beamer, AV-Receiver und Soundbars haben fast nur HDMI-Eingänge, und PS5, Xbox Series X und Nintendo Switch geben das Bild nur über HDMI aus. Für 4K bei 120 Hz an der Konsole brauchen Sie ein Ultra High Speed Kabel und am Fernseher einen HDMI-2.1-Eingang, siehe HDMI 2.1 Kabel.

Zwei Funktionen hat nur HDMI:

  • ARC und eARC: Der Fernseher schickt den Ton über dasselbe HDMI-Kabel zur Soundbar oder zum AV-Receiver. eARC überträgt auch verlustfreien Mehrkanalton wie Dolby TrueHD mit Atmos. Wie Sie das einrichten, steht in der Anleitung Soundbar anschließen.
  • CEC: Geräte schalten sich gemeinsam ein und aus, und die Fernbedienung des Fernsehers regelt auch Lautstärke und Zuspieler.

Soll ein PC an den Fernseher, nehmen Sie den HDMI-Ausgang der Grafikkarte; aktuelle Grafikkarten haben meist HDMI 2.1. Hat der PC nur DisplayPort, passt ein DisplayPort auf HDMI Adapter oder Kabel, mit DisplayPort 1.4 für 4K bei 60 Hz mit HDR10. Für Laptops siehe Laptop mit Fernseher verbinden.

Wie schließe ich mehrere Monitore an: DisplayPort oder HDMI?

Hier hat DisplayPort einen Vorteil: Mit MST (Multi-Stream Transport) steuert ein einziger DisplayPort-Ausgang ab Version 1.2 mehrere Monitore an. Entweder hängen Sie die Monitore hintereinander (Daisy Chain), dann braucht jeder Monitor außer dem letzten einen DisplayPort-Ausgang mit MST, oder Sie nutzen ein Dock mit MST. Die Monitore teilen sich die Bandbreite: Über DisplayPort 1.2 laufen etwa zwei WQHD-Monitore mit 60 Hz, über DisplayPort 1.4 zwei 4K-Monitore mit 60 Hz.

MST funktioniert unter Windows. macOS unterstützt MST nicht; für MacBook und Mac brauchen Sie für jeden Monitor einen eigenen Anschluss.

HDMI kennt keine Reihenschaltung. Jeder Monitor braucht einen eigenen Ausgang. Ein HDMI Splitter verteilt dasselbe Bild auf mehrere Bildschirme, erweitert den Desktop aber nicht.

Übertragen DisplayPort und HDMI auch Ton?

Ja, beide übertragen digitalen Mehrkanalton wie 5.1 und 7.1 zusammen mit dem Bild. Über DisplayPort landet er im Monitor, meist bei kleinen Lautsprechern oder an der Kopfhörerbuchse; ein DisplayPort auf HDMI Adapter gibt ihn an den Fernseher weiter.

Einen Tonrückkanal vom Fernseher zur Soundbar über dasselbe Kabel gibt es nur bei HDMI, mit ARC oder eARC. Hat die Soundbar kein HDMI, bleibt das optische Toslink-Kabel; es überträgt Stereo und komprimierten 5.1-Ton, aber kein Dolby TrueHD.

Wie lang dürfen DisplayPort und HDMI Kabel sein?

Je höher die Bandbreite, desto kürzer bleibt ein passives Kupferkabel zuverlässig:

  • DisplayPort 1.2 und 1.4: passive Kabel bis 5 m. Für 4K mit hohen Bildraten über DisplayPort 1.4 sind 3 m und weniger die sichere Wahl.
  • DisplayPort 2.1: Für UHBR20 sind passive DP80-Kabel nur rund 1 m lang, DP54-Kabel für UHBR13.5 bis 2 m. Unser DisplayPort 2.0 Kabel für UHBR10 gibt es bis 3 m.
  • HDMI 2.0 und 2.1: passive Kabel bis 10 m. Für 4K bei 120 Hz über mehr als 5 m ist ein optisches Kabel sicherer.
  • Lange Strecken: Aktive optische Kabel (AOC) gibt es für DisplayPort bis 40 m und als optische HDMI Kabel bis 100 m. Sie haben eine feste Richtung: Ein Ende gehört an den Zuspieler, das andere an den Bildschirm.

Welche Stecker gibt es bei DisplayPort und HDMI?

SteckerTypische GeräteHinweis
HDMI (Typ A)Fernseher, Konsole, Laptop, Grafikkarte, Monitor19 Pins, ohne Verriegelung
Mini HDMI (Typ C), Micro HDMI (Typ D)Kameras, Tablets, Einplatinenrechnerdasselbe Signal, kleinere Bauform
DisplayPortGrafikkarte, PC-Monitor, Dock20 Pins, meist mit Verriegelung: vor dem Abziehen die Taste drücken
Mini DisplayPortältere MacBooks, Surface, Profi-Grafikkartendasselbe Signal wie DisplayPort; Thunderbolt 1 und 2 haben dieselbe Buchse
USB-C mit DisplayPort Alt Mode, Thunderbolt oder USB4aktuelle Laptops, Tablets, Smartphonesgibt ein DisplayPort-Signal aus, nur an Buchsen mit Bildausgabe

Ob eine USB-C-Buchse Bild ausgibt, zeigt meist ein DisplayPort- oder Blitzsymbol daneben. Dann passt ein USB-C auf DisplayPort Kabel oder ein USB-C auf HDMI Adapter; alle Varianten zeigen die USB-C Monitorkabel. Für Mini DisplayPort gibt es Adapter auf HDMI, DisplayPort, DVI und VGA.

Kann man DisplayPort mit HDMI verbinden?

Ja, aber die Richtung entscheidet:

  • DisplayPort auf HDMI funktioniert einfach. Die meisten DisplayPort-Ausgänge an Grafikkarten und Laptops sind Dual-Mode-Ausgänge, erkennbar am Logo DP++. Sie geben selbst ein HDMI-Signal aus, und ein passiver Adapter genügt. Unsere Adapter mit DisplayPort 1.4 schaffen 4K bei 60 Hz, an einem Ausgang mit DisplayPort 1.2 sind es 4K bei 30 Hz. Fehlt DP++, etwa an manchen Docks, braucht es einen aktiven Adapter.
  • HDMI auf DisplayPort braucht einen aktiven Konverter, der das Signal umrechnet und Strom über USB bezieht. Ein passiver Adapter oder ein DisplayPort auf HDMI Kabel funktioniert in dieser Richtung nicht. Das ist der Fall, wenn eine Konsole oder ein Laptop mit HDMI an einen Monitor mit nur DisplayPort soll.
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Zwischen Mini DisplayPort und DisplayPort gibt es keine Richtung, weil beide Seiten dasselbe Signal führen. Alle Übergänge mit Tabelle finden Sie bei den DisplayPort Adaptern und den HDMI Adaptern.

Welches DisplayPort oder HDMI Kabel brauche ich?

Kabel werden bei beiden Anschlüssen nach Bandbreite zertifiziert, nicht nach Version:

  • DisplayPort: DP8K steht für 32,4 Gbit/s und reicht für DisplayPort 1.4. DP40, DP54 und DP80 stehen für die UHBR-Stufen von DisplayPort 2.1. Ein DP80-Kabel lohnt sich nur, wenn Grafikkarte und Monitor beide UHBR20 beherrschen; unser DisplayPort 2.0 Kabel ist für UHBR10 mit 40 Gbit/s ausgelegt. Alle Versionen finden Sie unter DisplayPort Kabel.
  • HDMI: High Speed steht für 10,2 Gbit/s, Premium High Speed für 18 Gbit/s und reicht für 4K bei 60 Hz, Ultra High Speed für 48 Gbit/s und ist für 4K bei 120 Hz und 8K nötig. Alle Klassen finden Sie unter HDMI Kabel.
EinsatzAnschlussKabel
Gaming-Monitor am PC, 144 Hz und mehrDisplayPortDisplayPort 1.4, bei DisplayPort 2.1 an beiden Enden ein Kabel mit passender UHBR-Stufe
PS5 oder Xbox Series X am FernseherHDMI 2.1Ultra High Speed HDMI Kabel
PC am FernseherHDMI direkt von der GrafikkarteHDMI 2.1 Kabel; ohne HDMI-Ausgang DisplayPort auf HDMI bis 4K bei 60 Hz
Fernseher zur SoundbarHDMI mit ARC oder eARCHDMI Kabel; für eARC High Speed mit Ethernet oder Ultra High Speed
Laptop mit USB-C an MonitorUSB-C mit DisplayPort Alt ModeUSB-C auf DisplayPort oder USB-C auf HDMI
Büro-Monitor mit Full HD oder WQHD bei 60 Hzbeide gleichwertigdas Kabel, das zu beiden Buchsen passt

Häufige Fragen zu DisplayPort und HDMI

Am PC-Monitor meist ja: Grafikkarten haben fast immer DisplayPort, viele Monitore erreichen ihre höchste Bildrate nur darüber, und mit MST laufen mehrere Monitore an einem Ausgang. An Fernseher, Konsole und Soundbar ist HDMI besser, weil nur HDMI dort verbaut ist und ARC, eARC und CEC bietet.

Nein. Bei gleicher Auflösung, Bildrate und Farbtiefe ist das Bild identisch, weil beide digital übertragen. Unterschiede entstehen nur, wenn ein Anschluss die gewünschte Bildrate nicht schafft, etwa HDMI 2.0 bei WQHD mit 165 Hz.

Nicht immer. Full HD und WQHD mit 144 Hz laufen auch über HDMI 2.0. Für 165 oder 240 Hz und für 4K mit 144 Hz brauchen Sie DisplayPort 1.4 (bei 4K mit DSC) oder HDMI 2.1, je nachdem, was Monitor und Grafikkarte haben.

Ja, mit einem DisplayPort auf HDMI Kabel oder Adapter, Ton inklusive; mit DisplayPort 1.4 sind 4K bei 60 Hz möglich. Für eine HDMI-Quelle an einem DisplayPort-Monitor brauchen Sie einen aktiven Konverter mit USB-Stromversorgung.

HDMI 2.1: Es überträgt 4K bei 120 Hz und 8K und gibt über eARC verlustfreien Mehrkanalton wie Dolby TrueHD mit Atmos an Soundbar oder AV-Receiver weiter. Streaming-Geräte, Fernseher und Receiver haben ohnehin nur HDMI.