Cinch und RCA ist dasselbe: der runde Stecker mit dem Stift in der Mitte. Rot und weiß für Stereo-Audio, gelb für Composite-Video. Fast jeder Verstärker, jede Stereoanlage und jeder AV-Receiver hat Cinch-Buchsen.
Die häufigsten Anschlussfälle:
| Was verbinden? | Kabeltyp | Tipp |
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| Plattenspieler an Verstärker | 2x Cinch auf 2x Cinch | Kurz halten (1-2m), gut geschirmt wegen Phono-Signal |
| CD-Player / Streamer an Verstärker | 2x Cinch auf 2x Cinch | Standardlänge 1-3m reicht |
| Subwoofer an AV-Receiver | 1x Cinch (Mono) | Oft als "Subwoofer-Kabel" verkauft, ist aber ein normales Cinch Kabel |
| Handy/Laptop an Verstärker | Klinke auf Cinch | 3,5mm Klinke am Handy, 2x Cinch am Verstärker |
| TV an alte Stereoanlage | 2x Cinch auf 2x Cinch | Aus dem Kopfhörerausgang des TVs per Klinke-Cinch geht auch |
Cinch auf Klinke: Die häufigste Frage
Viele Geräte haben keinen Cinch-Ausgang sondern einen 3,5mm Klinkenanschluss (Handy, Laptop, manche TVs). Dafür gibt es zwei Lösungen:
Klinke-Cinch-Kabel: Ein Kabel mit 3,5mm Klinkenstecker auf der einen und 2x Cinch auf der anderen Seite. Direkte Verbindung, kein Adapter nötig. Gibt es bei unseren Klinkenkabeln.
Adapter: Einen kleinen 3,5mm-auf-Cinch-Adapter auf ein normales Cinch Kabel stecken. Funktioniert, aber eine Steckverbindung mehr.
Digital statt analog: Wann Toslink oder S/PDIF?
Cinch überträgt analoge Signale. Das reicht für die meisten HiFi-Setups. Wer digitale Übertragung will (kein Brummen, kein Qualitätsverlust über Distanz), hat zwei Optionen:
Toslink: Optisch, per Lichtleiter. Kann kein Brummen erzeugen weil kein Strom fließt. Standard bei Soundbars.
S/PDIF Koaxial: Sieht aus wie ein Cinch Kabel (gleicher Stecker!), überträgt aber digital. Nicht mit analogen Cinch Kabeln mischen, die Impedanz ist anders (75 Ohm).
Worauf beim Kauf achten
Länge: So kurz wie möglich. Bei Cinch steigt mit der Länge das Risiko für Brummschleifen und Einstreuungen. Bis 3m kein Problem. Ab 5m auf gute Schirmung achten.
Schirmung: Doppelt geschirmte Kabel (Geflecht + Folie) für störanfällige Setups (Plattenspieler, Nähe zu Netzteilen).
Stecker: Vergoldete Kontakte korrodieren nicht. Bei Kabeln die oft umgesteckt werden sinnvoll. Bei der Festinstallation hinter dem Verstärker egal.
Toslink wenn vorhanden. Toslink überträgt digital, kein Brummen möglich, und kann Surround-Formate (Dolby Digital) übertragen. Cinch überträgt nur Stereo und analog. Die meisten Soundbars haben beide Eingänge.
Typische Brummschleife. Entsteht wenn Quelle und Verstärker unterschiedliche Erdpotentiale haben. Lösungen: Mantelstromfilter (Groundloop Isolator) zwischen Kabel und Verstärker stecken. Oder auf optische Verbindung (Toslink) wechseln, die unterbricht die Erdschleife.
Keiner. Cinch ist der deutsche Name, RCA der internationale (nach der Radio Corporation of America die den Stecker erfunden hat). Gleicher Stecker, gleiches Kabel.
Technisch möglich, aber nicht ideal. S/PDIF Koaxialkabel haben 75 Ohm Impedanz, normale Cinch Audiokabel nicht. Bei kurzen Strecken (unter 1m) funktioniert es meistens. Für zuverlässige digitale Übertragung ein echtes S/PDIF Kabel nehmen.
3,5mm Klinkenstecker auf 2x Cinch Stecker. Gibt es fertig konfektioniert. Für Handy, Laptop oder Tablet an den Verstärker. Kabel mit 1-2m Länge reicht meistens.